Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 23.03.2017

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 23. März 2017

Vor Eröffnung der Sitzung überreichte Bürgermeisterstellvertreter Markus Merz an Bürgermeister Simon Axt ein Geschenk der Gemeinde anlässlich dessen Geburtstag. Herr Axt zeigte sich überrascht und bedankte sich herzlich.

Einwohnerfrageviertelstunde
Es war kein Einwohner anwesend.

 

Forsteinrichtung für die Jahre 2018 bis 2027; Zielsetzung
Zu diesem Tagesordnungspunkt konnten Forstamtsleiter Dr. Dinkelaker, Förster Rutha sowie vom Regierungspräsidium Freiburg der Forsteinrichter, Herr Schmid, begrüßt werden.

Die Herren führten aus, dass in diesem Jahr das Forsteinrichtungswerk für die Forsteinrichtungsperiode 2018 bis 2027 erstellt werde. Um das Forsteinrichtungswerk zu erstellen, benötigt die Forstverwaltung Zielvorgaben des Waldeigentümers, also der Gemeinde. Um diese Zielsetzungen vor zu besprechen, fand am 6. Februar 2017 ein Gespräch zwischen Forstamtsleiter, Förster und Bürgermeister statt. Auf der Grundlage dieses Gesprächs machte die Forstverwaltung dem Gemeinderat einen Vorschlag zu Zielvorgaben; unterteilt in die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Ökonomie
Der Wald der Gemeinde Durchhausen soll nachhaltig bewirtschaftet werden. Die Waldeigentümerin legt dabei großen Wert auf ein gutes betriebswirtschaftliches Ergebnis. Durch die hohen Alt- und Starkholzvorräte und den hohen Nadelholzanteil ist dieses zu erreichen. Die Waldeigentümerin erwartet von der Forsteinrichtung eine Planung, nach der eine nachhaltige Nutzung insbesondere der Altholzvorräte ohne Wertverlust möglich ist. Grundsätzlich wird aus waldbaulichen und betriebswirtschaftlichen Gründen eine natürliche Waldverjüngung angestrebt. Das derzeitige Baumartenverhältnis soll erhalten bleiben. Wo immer möglich, wird die standortsgerechte und standortsheimische Baumart Tanne gefördert, um den Tannenanteil im Betrieb mindestens auf dem bisherigen Niveau zu halten. Buche wird, wo vorkommend, mit integriert. Wenn künstliche Verjüngung erforderlich wird, sollen vor allem wertschaffende Baumarten wie Fichte oder Douglasie verwendet werden. Maßnahmen zur Wertsteigerung wie z.B. die Wertastung können im vernünftigen Rahmen durchgeführt werden. Der Gemeindewald ist vollständig erschlossen, Wegeneubauten werden erst im Zuge der Waldumwandlungen „Gewerbegebiet Neuen III“ erforderlich. Die befahrungsempfindlichen Böden erfordern jedoch die Stabilisierung von Rückegassen. Die Holzernte soll pfleglich und wirtschaftlich erfolgen, dabei kann das jeweils geeignetste Holzernteverfahren eingesetzt werden. Es besteht kein Vorbehalt gegen den Einsatz von Holzerntemaschinen, allerding soll der Anteil von Maschineneinsatz zu motormanueller Holzernte (derzeit 40:60) in der Höhe erhalten bleiben. Maßnahmen zur Steigerung der ökologischen und sozialen Funktion des Waldes werden nur durchgeführt, wenn eine Anerkennung als Ausgleichsmaßnahme oder eine Anrechnung für ein Ökokonto möglich ist.

Ökologie
Der Wald der Gemeinde Durchhausen erfüllt wichtige Funktionen, insbesondere für den Wasserschutz und das Landschaftsbild. Der Wald ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten.

Die Einführung des Alt- und Totholzkonzeptes wird derzeit nicht angestrebt, es sei denn dieses ist für forst- oder naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Grundsätzlich wird die natürliche Verjüngung des Waldes angestrebt. Voraussetzung hierfür sind angepasste Wildbestände. Die Verbisssituation ist derzeit auf verschiedenen Verjüngungsflächen im Gemeindewald nicht zufrieden stellend. Nach den derzeit geltenden Jagdpachtverträgen sind Wildverbissschutzmaßnahmen Aufgabe des Verpächters. Von der Forsteinrichtung werden Vorschläge und Konzepte zu einer Verbesserung der Verbisssituation erwartet. Sollten Pflanzungen erforderlich werden kann dies mit allen standortsgerechten Baumarten geschehen, nichtheimische Baumarten wie zum Beispiel die Douglasie sind nicht ausgeschlossen.

 

Soziales
Der Gemeindewald Durchhausen wird als Naherholungsgebiet vor allem in den nördlichen Distrikten genutzt, im Süden findet weniger Erholungsnutzung statt. In erster Linie werden die Forststraßen als Spazier-, Radfahr- oder Wanderwege genutzt. Deshalb wird auf den guten Zustand dieser Straßen großen Wert gelegt. Erholungseinrichtungen oder spezielle Wanderwege sind nicht vorhanden, ein Erholungsschwerpunkt ist der am Waldrand gelegene Riedwiesensee. Ein Waldarbeiter der Gemeinde Durchhausen arbeitet in einer interkommunalen Arbeitsgruppe, für deren Auslastung Arbeitseinsätze im Gemeindewald Durchhausen notwendig sind. Ebenso sollen ortsansässigen Forstunternehmern Einsatzmöglichkeiten im Gemeindewald Durchhausen geboten werden.

Forstamtsleiter Dr. Dinkelaker hob hervor, dass die hohen Altholzbestände genutzt werden sollen, bevor diese entwertet würden. Bürgermeister Axt pflichtete bei und konkretisierte, dass es mehr als schade wäre, wenn in Durchhausen vor 150 Jahren Bäume gepflanzt wurden und wir nun dabei zusehen würden, wie diese langsam absterben.

Von Seiten des Gemeinderates wurde diese Vorgehensweise ausdrücklich gelobt. Gemeinderat Elmar Mattes fragte dabei, um wie viel der Hiebsatz voraussichtlich steige, wenn man die Althölzer nutze. Forsteinrichter Schmid antwortete hierauf, dass die Bestände derzeit erfasst würden. Die Planung, an deren Ende der jährliche Hiebsatz stehe, werde erst danach erfolgen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnte er daher keine Aussage treffen. Weiter hob Herr Schmid hervor, welche enormen Zuwachsraten im Gemeindewald Durchhausen erzielt werden. Zuwächse in diesem Umfang hätten nicht viele Gemeindewälder. Es sei daher trotz der Nutzung der Althölzer so, dass dem Wald nicht mehr entnommen werde, wie nachwachse.

Gemeinderat Markus Merz führte abschließend aus, dass der Gemeindewald Durchhausen ein Wirtschaftswald sei, der aber trotzdem gut aussehe.

Der Gemeinderat bestätigte die ausgeführten Zielvorgaben.

Örtliche Bauangelegenheiten
Es lagen keine Bauanträge vor.

 

Bekanntgaben, Anfragen, Verschiedenes

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde angefragt, warum auf dem Kirchturm eine Nisthilfe für Störche angebracht wurde. Bürgermeister Axt antwortete hierauf, dass dies Bedingung des Naturschutzamtes war, das ursprüngliche Nest entfernen zu dürfen. Außerdem habe das Naturschutzamt darauf hingewiesen, dass bei einem bloßen Entfernen des Nestes es vermutlich so sei, dass die Störche schlicht an selber Stelle ein neues Nest bauen. Nachgefragt wurde, wer die Kosten hierfür trägt. Herr Axt antwortete, dass der Eigentümer, also die Kirche, die Kosten trage.

Auch wurde von einem Gemeinderat angefragt, was derzeit für Reparaturmaßnahmen in der Stiergasse gemacht werden. Bürgermeister Axt antwortete, dass bei der Suche nach einem Wasserrohrbruch festgestellt wurde, dass in der Stiergassse der Schieber eines Hausanschlusses defekt ist, was behoben wurde.

Abschließend wurde aus der Mitte des Gemeinderates angefragt, was derzeit der Sachstand in Sachen Nachbarschaftshilfeverein ist. Die anwesende Einsatzleiterin, Frau Sandra Frick-Fricker, antwortete hierauf, dass derzeit acht Helfer in Durchhauasen gefunden wurden, bisher ein Auftrag bereits laufe und ein weiterer Auftrag in Aussicht stehe.

Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.

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